Durch das Höllental auf die Zugspitze

Steffen und ich, wollten irgendwann mal auf die Zugspitze, aber nicht mit der Bahn, sondern durchs Höllental. Der Wetterbericht sollte auch ab dem 29.08.11 gutes Wetter vorhersagen. Von Hammersbach sind wir dann durch die Klamm zur Höllentalangerhütte gewandert. Unterwegs hatten wir wieder Heimatgefühle! Eine Familie aus dem Siegerland hatte mich als "Feinbierübeltäter" erkannt und uns einen schönen Urlaub gewünscht. Vielen Dank nochmals auf diesem Wege. Nach einer erholsamen Nacht auf der Höllentalangerhütte ging es um 7 Uhr los zur Zugspitze. Schnell waren wir am berüchtigten "Brett", das wir als eher leicht empfunden haben. Weiter ging es durch eine öde Karstlandschaft, das zog sich und zog sich, bis wir dann endlich am Höllentalferner angelangt waren. Es war wirklich ratsam, Steigeisen und Eispickel mitzunehmen, denn der Gletscher war schon ziemlich ausgeapert und im unteren Bereich waren mehrere Blankeisstellen. Die Randkluft war mit einem Schritt überwunden und los ging's mit dem eigentlichen Klettersteig. In 2 Stunden waren wir dann oben. Ich würde ihn als leicht einschätzen, aber als Anfänger sollte man genügend Kondition mitbringen und auch Schwindelfreiheit. Auf dem Gipfel der Zugspitze. haben wir nochmal zwei Siegerländer aus Wilnsdorf getroffen, wir fallen halt überall positiv auf, wenn's auch nur mit dem rollendem "R" ist!!! Viele Grüße an alle Siegerländer, die die Hübbel verlassen und auf die Berge steigen. Die Zugspitze ist ein toller Touristenmagnet, und als die letzte Bergbahn gen Tal gefahren war, konnten wir den tollen Sonnenuntergang erst richtig genießen. Das Münchner-Haus fällt eigentlich gar nicht auf in der Betonwelt der Zugspitze, sie ist wirklich urgemütlich. Am nächsten Morgen sind wir aufgebrochen um den Jubiläumsgrat zu gehen. Vor lauter Aufregung hatte ich die Nacht eher schlecht geschlafen und diese Aufregung stellte sich leider nicht ein, sondern wurde von Meter zu Meter, auf dem Grad, schlimmer. Eigentlich bin ich nicht so, aber irgendwie hatte mich die Angst im Griff, auch Steffen konnte mich nicht beruhigen, also entschlossen wir uns in der Hälfte des Grates, an der inneren Höllentalspitze, über die Knorrhütte zur Reintalangerhütte abzusteigen. Dann endlich nach 10 quälenden Stunden war die Hütte erreicht. Am nächsten Morgen wurden wir mit "Hausmusik" geweckt und nach dem Frühstück gings über den Schützensteig, der wirklich alpinen Charakter hatte (steil, rutschig und schweißtreibend) mit der Alpspitzbahn und einem kleinen Fußmarsch zurück nach Hammersbach. Mein Fazit von der Tour: der Jubiläumssteig sollte nur bei schönstem Wetter, Top Fitness und absoluter Schwindelfreiheit begangen werden. Viel Spaß wünschen Daniela und Steffen auf den nächsten Bergtouren.