Dachstein ein Paradies für Klettersteiggeher

Mitte Juli entschlossen wir, Thomas, Katrin, Frank, Michael, Martin, Steffen und ich, uns die Rucksäcke zu packen und nach Ramsau, einem Tal Ort am Dachsteinmassiv, zu reisen, um dort einige tolle Steige zu erleben. Treffpunkt sollte der Sonntag 17 .07 .11 auf der Dachstein-Südwandhütte sein. Frank und Steffen sind schon am Samstag los, um mich auf der Outdoor-Messe in Friedrichshafen auf zu gabeln und weiter zum Klettersteigdorado zu reisen.

Nach gut erholter Nacht wollten wir drei den schönen Tag nutzen um den ersten Klettersteig zu gehen. Der Irg sollte es sein. Tolles Wetter, wenig Leute auf dem Steig, eher gesagt keine Menschenseele, alle gingen an dem vermeintlichen Einstieg vorbei, Ruck Zuck waren wir auf dem Gipfel. Bis uns dann die Ersten mit erhobenem Finger entgegen kamen, naja, wir hatten vor lauter Vorfreude den Steig von hinten begonnen und der schwierigere Abschnitt mit senkrechten steilen Passagen sollten noch kommen. Ich kann Euch sagen nach drei Tagen hatte ich noch Muskelkater vom Zupacken in den Armen. Fazit, Karten lesen will gelernt sein!! Am Abend trafen dann die anderen auf der Hütte ein.

Der nächste Morgen weckte uns nicht mit tollem Sonnenschein, nein, mit Niesel und dichtem Nebel, so dass der Aufstieg zur Seethalerhütte eher mühsam und nicht erlebnisreich war. Auf der Hütte wurden wir freundlich von dem nepalesischen Hüttenwirt empfangen, der 4 Wochen im Alpenraum unterwegs ist, um Erfahrungen auf Hütten zu sammeln. Am nächsten Morgen Sonnenschein. Beim Aufstieg über den Schulteranstieg zog es sich mit zunehmender Höhe immer mehr zu. Das Wetter klarte erst wieder auf, als wir schon auf der Adamekhütte ankommen waren. Ab dem nächsten Tag wurde das Wetter immer schlechter, so dass der Wechsel zur Simonyhütte in Schnee und Regen verlief.

Zum Glück gab es auf der Hütte einen Trockenraum!!! Wir gaben trotz schlechten Wettermeldungen nicht auf und wollten am nächsten Morgen zum Gutenberghaus, um dort einige schöne Klettersteige zugehen. Daraus wurde leider auch nichts. Nach drei Stunden Gletschersulz stapfen, haben wir uns zum Abstieg entschlossen. Bis auf die Knochen durchnässt sind wir zum Aufwärmen und Stärken in einer kleinen Pension untergekommen. So dass Thomas und Michael am Nachmittag den Anna- Klettersteig noch machen wollten, während der Rest der Truppe mit "Wunden lecken" beschäftigt war. Gesagt - getan, um 20 Uhr waren die beiden wieder zurück und wir alle genossen den letzten Abend am Dachstein bei gutem Essen und "Hausmusik", denn am Morgen ging es wieder zurück ins Siegerland. Jeder von uns war traurig, dass wir schon abreisen mussten. Das Wetter hat uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf jeden Fall wird der Dachstein eines unserer Ziele bleiben, denn Klettersteige gibt es dort noch genug.